Die Rhetorik der klaren Kritik: Die FDP im Vergleich zu SPD und CDU

Insbesondere nach der Europawahl sieht sich die FDP in ihrer Rolle als Oppositionspartei gestärkt und gut aufgestellt, um sich im Rahmen der bevorstehenden Bundestagswahl als klare politische Alternative und zugleich als möglicher Koalitionspartner zu präsentieren. Doch welches sprachliche Profil gibt sich die Partei in Abgrenzung zu SPD und CDU in ihrer Wahlkampfrhetorik? Die vorliegende Analyse stellt für die FDP typische sprachliche Muster vor.

Datengrundlage

Gegenstand dieser Analyse sind Beiträge von den Parteienwebseiten der FDP, SPD und CDU.
Im Detail handelt es sich um folgende Datengrundlage:

FDP: 4788 Beiträge im Zeitraum vom 27.4.2006 bis 17.6.2009, 845’706 Wortformen

CDU: 2669 Beiträge im Zeitraum vom 3.1.2007 bis 23.6.2009, 609’605 Wortformen

SPD: 270 Beiträge im Zeitraum vom 1.10.2008 bis 23.6.2009, 76’550 Wortformen
(Bei der SPD wurden die Pressemitteilungen nicht berücksichtigt, da diese vorwiegend Terminhinweise enthalten.)

1. Modalverben

Das mit Abstand häufigste sprachliche Muster bei der FDP im Vergleich zu CDU und SPD sind Sätze, die Modalverben enthalten. Modalverben können je nach Modalität, die sie bezeichnen, unterschiedliche Funktionen übernehmen. Bei der FDP dominieren jene Modalverben, die eine Aufforderung oder Notwendigkeit ausdrücken. Dazu gehören müssen, (nicht) dürfen und sollen.

Besonders typisch bei der FDP sind Modalverben in Verbzweitsätzen. Verbzweitsätze stellen innerhalb der Satztypen des Deutschen den einfachsten, da unmarkierten Fall dar. Entsprechend sind sie unmissverständlich und direkt. Darum geht es der FDP:

Das Umweltministertreffen muss die Weichen …
Die Bundesregierung muss die Präsidentschaft …
Der Staat muss den Spielraum …

Das Instrument der Duldung darf nicht …
Leitlinie der Politik darf nicht …
Das richtige und wichtige Ziel der Terrorismusbekämpfung darf nicht …

Die Bundesregierung sollte wenigstens

Sehr häufig kommen Modalverben auch in Verbindung mit einem Temporaladverb vor, etwa am Satzanfang – Jetzt muss / Nun muss / Dann muss – oder im Satzinnern:

Das Programm muss jetzt
Der Staat muss endlich
Die Bundesregierung sollte endlich
Die Koalition muss nun

Diese Konstruktion macht die Forderung der Oppositionspartei nach einem Umbruch besonders deutlich.

Neben den Modalverben finden sich deutlich häufiger als bei der SPD und der CDU auch performative Verben, also Verben, durch die bestimmte Handlungen vollzogen werden. Dazu gehören beispielsweise ablehnen, auffordern, versprechen und zustimmen.

Die Wortwolke mit den häufigsten Verben bei der FDP zeigt dies auf:

abbauen ablehnen abschaffen ankommen ankündigen auffordern ausgeben beenden befürchten behandeln belasten beschließen beschränken beseitigen betreiben bezahlen bleiben brauchen bringen drohen drängen dürfen einbringen einschränken enthalten entscheiden erfolgen erkennen fahren fallen|fällen fehlen finanzieren folgen fordern fragen führen glauben greifen handeln heißen hoffen informieren klären konzentrieren kosten lassen laufen lehnen lösen machen meinen mögen müssen nehmen reden regieren reichen schaden scheinen schreiben senken sollen stattfinden steigen stimmen stoppen treiben tun verbieten vergessen verhindern verlieren versprechen vertreten verweigern vorlegen warten werfen wissen wollen zahlen ziehen zulassen zustimmen ändern


2. Dominanz technischer Schlagworte

Bei den im Vergleich zu CDU und SPD signifikant häufiger gebrauchten Nomen fällt auf, dass die FDP einen sehr starken Fokus auf Worte zeigt, die bürokratische, technische oder prozedurale Vorgänge und Zustände beschreiben.

Nomen FDP

Abgabe Abgeordnete Abrüstung Abschaffung AG Amt Anbau Anbieter Anfrage Angebot Anhörung Ankündigung Anlaß Anreiz Antrag Antwort Arzt Auffassung Aufklärung Auge Ausgabe Ausland Aussage Ausweitung Außenminister Außenpolitik Bahn Behörde Beifall Belastung Besteuerung Betroffene Biokraftstoff Bundesagentur Bundesfinanzminister Bundeshaushalt Bundesinnenminister Bundesminister Bundespräsident Bundesrat Bundesregierung Bundestag Bundesverfassungsgericht Bundeswirtschaftsminister Bürger Bürgerin Bürgerrecht Bürokratie Datenschutz Datum Debatte Defizit Demokrat Diskussion Eindruck Einführung Eingriff Einnahme Einschränkung Emissionshandel Energiepolitik Entlastung Entscheidung Erbschaftsteuer Erhöhung Fall FDP-Bundestagsfraktion FDP-Fraktion FDP-Generalsekretär Fehler Finanzierung Finanzminister Forderung Frage Fraktion Gegenteil Geld Gericht Gesetz Gesetzentwurf Gesetzgeber Gesundheitsfonds Gesundheitsreform Glaubwürdigkeit Grundgesetz Grundrecht Grüne Haltung Haushalt Herr Inhalt Journalist Klarheit Koalition Kollege Konflikt Konjunktur Konsequenz Kontrolle Konzept Kosten Krankenkasse Krieg Kritik Landwirt Landwirtschaft Last|Lasten Lehrer Liberale Linie Mandat Milliarde Minister Ministerin Ministerium Mittelstand Name Netto Netz Neuverschuldung Nutzung Online-Durchsuchung Opposition Parlament Pflege Pflegeversicherung Plan Polizei Post Preis Problem Präsident Realität Recht Rechtsstaat Reform Regierung Regierungskoalition Republik Richtung Rundfunk Sache Schaden Scheitern Schluß Schuld Schwarz-Rot Sicht Soldat Sport Sprecher Staat Steuer Steuererhöhung Steuergeld Steuersenkung Steuersystem Steuerzahler Streit Strom Stunde System Tat Tatsache Tiefensee Tisch Ursache Urteil Verbot Verfahren Verfassung Verhalten Vernunft Versuch Volk Vorgang Vorgehen Wahrheit Wettbewerb Wirkung Woche Wort Zeit Zulassung Zustand Zweifel Äußerung Öffentlichkeit

Nomen CDU

Abschluß Anerkennung Anfang Anspruch Anstrengung Anteil Arbeit Arbeitgeber Arbeitsgruppe Arbeitslose Arbeitslosigkeit Arbeitsmarkt Arbeitsplatz Aufbau Aufgabe Aufschwung Ausbau Ausbildung Basis Bedeutung Behinderung Beitrag Bereich Beruf Beschluß Beschäftigte Beschäftigung Besuch Beteiligung Betrieb Bevölkerung Blick Bund Bundeskanzlerin Bundesland Bundesrepublik Bundeswehr CDU-Generalsekretär CDUCSU-Bundestagsfraktion Deutsche Dezember Dialog Einheit Einrichtung Einsatz Eltern Energie Engagement Entwicklung Entwicklungsland Erfahrung Erfolg EU-Kommission Familie Frau Förderung Generalsekretär Generation Geschichte Gesellschaft Gewalt Globalisierung Grenze Grundlage Gruppe Herausforderung Hilfe Hintergrund Hälfte Information Instrument Integration Jahr Jahrhundert Januar Jugendliche Juni Kampf Kanzlerin Kind Kirche Klimaschutz Kommission Kommune Kooperation Kraft Kultur Kurs Land Leben Legislaturperiode Leistung Linke Linkspartei Mann Marktwirtschaft Maß Maßnahme Medium Mensch Menschenrecht Million Ministerpräsident Mitarbeiter Mitglied Mitgliedstaat Mitte Mittelpunkt Monat März Möglichkeit Nation Opfer Organisation Ort Osten Partei Person Perspektive Platz Produkt Programm Projekt Prozent Prozeß Punkt Rahmen Raum Regelung Region Respekt Rolle Schaffung Schritt Schutz Seite Senkung Sicherheit Signal Situation Sozialdemokrat Sprache Stadt Stelle|Stellen Stiftung Studie Stärkung Teil Thema Transparenz Umgang Union Unionsfraktion Unterstützung Verantwortung Verband Verbesserung Verbraucher Verbraucherschutz Verfügung Vergleich Vertrag Vertreter Veränderung Vielfalt Voraussetzung Vorgabe Vorsitzende Wachstum Welt Wirtschaft Wissenschaft Zahl Zeichen Ziel Zukunft Zusammenarbeit Zusammenhang Änderung

Nomen SPD

Abrüstung Abstimmung Anspruch Antwort Antwort|Antworten April Arbeit Arbeitnehmer Arbeitsminister Arbeitsplatz Ausbildungsplatz Außenminister Bank Basis Bedeutung Bedingung Beschäftigte Beschäftigung Bilanz Bildung Bildungspolitik Botschaft Branche Bundesfinanzminister Bundestagswahl Demokratie Druck Ebene Einkommen Engagement Entwurf Ergebnis Europawahl Februar Finanzkrise Finanzmarkt Finanzminister Folge Fortschritt Fraktion Frieden Geld Gelegenheit Gemeinde Gerechtigkeit Gesellschaft Gespräch Gewerkschaft Grundlage Grundrecht Handeln Heil Herausforderung Hochschule Höhe Idee Impuls Industrie Infrastruktur Investition Jahrhundert Jahrzehnt Juni Kampf Kindergarten Kommune Konsequenz Kraft Krieg Krise Linkspartei Lohn Markt Marktwirtschaft Mensch Mindestlohn Mittelpunkt Montag Mut Oktober Ordnung Papier Parlament Parteitag Parteivorsitzende Platz Politik Prinzip Programm Rede Regel|Regeln Reihe Risiko Rolle Schule Schwerpunkt September Sicherung Sitzung Solidarität Sonntag Sozialdemokrat SPD-Kanzlerkandidat SPD-Vorsitzende Spitze Stabilität Stadt Steuersenkung Stimme|Stimmen Stärkung Teilhabe Teil|Teilen Treffen Unterstützung Verantwortung Vereinbarung Vertrauen Vorschlag Wachstum Wahlkampf Wandel Widerstand Wirtschaft Wirtschaftskrise Wohlstand Wähler Zeit Zentrum Ziel Zug Zukunft Zusammenarbeit Zusammenhang Zustimmung Überzeugung


Das technokratische Vokabular besteht zum einen aus Nomen aus dem Bereich offizieller Ämter und Verwaltungseinheiten (Bundesregierung, innenminister, -verfassungsgericht, Minister etc.), zum anderen aus Nomen aus dem Steuer- und Finanzbereich (Erbschaftssteuer, Entlastung, Erhöhung, Preis, Steuererhöhung, -zahler etc.). Sowohl CDU als auch SPD weisen hier im Vergleich eine breitere thematische Streuung auf.

Interessant ist auch, dass nur bei der FDP Nomen aus dem Bereich Gesundheit auftauchen: Gesundheitsfonds, Gesundheitsreform, Krankenkasse, Pflegeversicherung, Pflege. Dabei geht es vornehmlich um die wirtschaftliche Dimension des Problems.

Berücksichtigt man nur die Lemmata aus dem Themenbereich Wirtschaft, so zeigt sich bei den drei Parteien folgendes Bild:

Wirtschaft FDP

AG Ausgabe Belastung Besteuerung Bundesfinanzminister Defizit Einnahme Erbschaftsteuer Finanzierung Finanzminister Last|Lasten Milliarde Netto Neuverschuldung Steuer Steuererhöhung Steuergeld Steuersenkung Steuersystem Steuerzahler Wettbewerb

Wirtschaft CDU

Arbeit Arbeitgeber Arbeitslose Arbeitslosigkeit Arbeitsmarkt Arbeitsplatz Beruf Beschäftigte Beschäftigung Betrieb Million Produkt Stelle|Stellen Verbraucher Verbraucherschutz Wachstum Wirtschaft

Wirtschaft SPD

Arbeit Arbeitnehmer Arbeitsminister Arbeitsplatz Ausbildungsplatz Bank Beschäftigte Beschäftigung Bilanz Bundesfinanzminister Finanzkrise Finanzmarkt Finanzminister Fortschritt Industrie Infrastruktur Investition Krise Lohn Markt Marktwirtschaft Mindestlohn Steuersenkung Teilhabe Teil|Teilen Wachstum Wirtschaft Wirtschaftskrise Wohlstand


Hier fällt bei der FDP der übermäßige Fokus auf die Steuerpolitik auf, bei der SPD die Bandbreite des Spektrums im Hinblick auf wirtschaftliche Prozesse und Akteure.

3. Direkte vs. indirekte Kritik

Autoren von Texten verfügen über verschiedene Mittel, ihre kritische Haltung einem Wort oder Begriff gegenüber zu kennzeichnen. Sie können dies beispielsweise explizit tun oder aber implizit, indem sie den Wörtern oder Begriffen ein “sogenannt” voranstellen oder sie in Anführungszeichen setzen.

Solche Sprachthematisierungen setzt die FDP mit Abstand am wenigsten ein, wie die nachfolgende Grafik verdeutlicht:

Dieser Umstand legt die Vermutung nahe, dass die FDP Kritik an einem Gegenstand direkter ausdrückt als CDU und SPD.

Bekräftigt wird dies durch die Tatsache, dass bei der FDP signifikant häufig Muster auftreten, die das Pronomen kein und das Adverb nicht enthalten. Dazu gehören beispielsweise die Muster keine+Adjektiv+Nomen und nicht+Adjektiv:

keine klare Linie
keine abschreckende Wirkung
keine gemeinsame Linie
keine neuen Arbeitsplätze
keine wirkliche Reform
nicht richtig
nicht klar
nicht möglich
nicht denkbar
nicht haltbar
nicht einsatzbereit
nicht anständig
nicht akzeptabel

Bemerkenswert ist, dass unter den häufigsten Vertretern des Musters nicht+Adjektiv die Wendung nicht gerecht rangiert. Der Gerechtigkeitsbegriff findet sich sonst – wie zu erwarten – eher bei der SPD: Lemmata wie fair, gerecht, Gerechtigkeit, Grundrecht und Solidarität treten bei den Sozialdemokraten signifikant häufiger auf als bei FDP und CDU.

4. Evaluative Sätze

Neben den bereits genannten Sätzen, die eine kritische Haltung explizit machen, sind für die FDP auch Evaluationen “ex positivo” typisch. Dazu gehören Sätze, die mit Es ist oder Das ist beginnen. Beispiele sind:

Es ist gut, dass
Es ist erfreulich, dass
Es ist richtig, dass
Es ist bedauerlich, dass
Es ist bezeichnend, dass
Es ist absehbar, dass
Das ist ein klarer Fall
Das ist ein echtes Alltagsproblem
Das ist ein gefährliches Spiel
Das ist ein unwürdiges Spiel
Das ist ein heilloses Durcheinander
Das ist die eigentliche Frage

Hier fällt auf, dass in Verbindung mit Es ist am häufigsten positiv bewertende Adjektive wie gut, erfreulich oder richtig auftauchen. Auch außerhalb dieses Kontexts sind bei der FDP insgesamt mehr positiv als negativ bewertende Eigenschaftswörter zu finden. Neben den bereits genannten ist dabei auch das Adjektiv wichtig hervorzuheben.

5. Intensivierende Ausdrücke

Im Vergleich zu SPD und CDU lässt sich bei der FDP ferner ein deutlich häufigerer Gebrauch von Intensivierern feststellen. Bei Intensivierern (auch “Gradpartikeln”) handelt es sich um Wörter, die Verben, Adjektiven, Nomen, Adverbien oder Präpositionalphrasen voranstehen und etwas über den Grad der Emphase und Überzeugung aussagen, mit der der beschriebene Sachverhalt vertreten wird.

Die Rhetorik der FDP weist also gegenüber jener der CDU und der SPD eine deutlich höhere Emphase auf. Es finden sich bei ihr 0,47 intensivierende Ausdrücke pro 100 Wörter; bei der CDU sind es 0,35 und bei der SPD 0,26.

Die Sprachwissenschaft hat die Intensivierer nach dem Grad der Intensivierung in Klassen eingeteilt. Üblich ist eine Einteilung in die Klassen absolut, extrem hoch, hoch, gemäßigt, abschwächend, minimal und approximativ. Die folgende Grafik zeigt, dass bei der FDP im Vergleich zu den anderen beiden Parteien die “absoluten” Intensivierer sehr häufig sind.

Typisch für die FDP sind beispielsweise die “absoluten” Intensivierer komplett oder entschieden:

Leider sind sie im Begriff, diese für den Sport und andere Gemeinwohlbelange so wichtigen Mittel komplett zu verspielen.

Die FDP lehnt die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble verfolgte Militarisierung der Innenpolitik entschieden ab.

Gegen banden- und gewerbsmäßigen Handel muss zukünftig entschieden vorgegangen werden.

Um diese Entwicklung zu einem langfristigen Trend in allen Bereichen zu entwickeln, sind entschiedene marktwirtschaftliche Reformen und ein radikaler Bürokratieabbau erforderlich.

Eine entscheidende Frage in der Energiepolitik wird von der Bundesregierung allerdings bislang komplett ausgespart,

Gewissermaßen ein Spezialfall der intensivierenden Ausdrücke sind Adverbdoppelungen. Sie sind für das FDP-Korpus ausgesprochen typisch und weisen dort darauf hin, dass etwas, was hätte passieren sollen, noch nicht passiert ist (1), beziehungsweise dass etwas unbedingt passieren muss (2).

(1) (mit Negationspartikel)
immer noch nicht
noch lange nicht
noch gar nicht
aber leider nicht

(2)
Nur dann …
Je früher …
Umso mehr …
Erst dann …

Dabei wird dem umgebenden Satz entweder durch die Adverbdoppelung als Ganzes oder durch ein einzelnes Adverb Nachdruck verliehen.

6. Sprachliche Gemeinsamkeiten FDP/SPD

Vor dem Hintergrund einer möglichen Koalition zwischen SPD und FDP stellt sich die Frage nach sprachlichen Gemeinsamkeiten zwischen den zwei Parteien. Deutlich zeigt sich auf beiden Seiten der häufige Gebrauch der Wendungen soziale Marktwirtschaft und soziale Gerechtigkeit. Die folgende Grafik bildet die Kollokatoren zum Lemma sozial ab. Die gemeinsamen Kollokatoren sind gelb hervorgehoben:

Eine klare Übereinstimmung zwischen FDP und SPD findet sich zudem beim Lemma Investition: Sowohl bei der FDP als auch bei der SPD werden Investitionen in den Bereichen Bildung und Entwicklung thematisiert. Die folgende Grafik mit den Kollokatoren zu Investition zeigt dies deutlich. Gelb markiert sind wiederum die Übereinstimmungen zwischen FDP und SPD:

Fazit

Die FDP versteht es in ihrer Rhetorik, direkter, klarer und emphatischer als SPD und CDU aufzutreten und so ihre Ansichten in der Rolle der Oppositionspartei besonders deutlich zu präsentieren. Was das Themenspektrum angeht, so lässt sich trotz gewisser rhetorischer Überschneidungen mit der SPD in den Bereichen Bildung und Entwicklung jedoch eine gewisse Konzentration bzw. Engführung in den Bereichen Steuer- und Finanzpolitik erkennen im Vergleich zu den beiden Volksparteien, die einhergeht mit einem überdurchschnittlichen Gebrauch von technischen und bürokratischen Ausdrücken.

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