Verbale Opposition: Die Grünen und die Linke

Die Parteien die Linke (PDL) und Bündnis 90/Die Grünen nehmen als Oppositionsparteien rhetorisch ähnliche Rollen ein und bilden zusammen mit der SPD das linke Lager im Bundestagswahlkampf. Alle drei Parteien müssen sich jedoch je spezifisch profilieren, um sich voneinander abgenzen zu können. semtracks hat die Pressemitteilungen der drei Parteien miteinander vergleichen und ihre unterschiedlichen rhetorischen Strategien und Themen herausgearbeitet.

In diesem ersten Teil liegt der Fokus auf den Grünen und der Linken.

1. Korpus

Die Datengrundlagen für die folgenden Analysen bilden die Pressemitteilungen der Parteien:

Bündis 90/Die Grünen: 522 Pressemitteilungen, 19.828 Wörter
Die Linke: 853 Pressemitteilungen, 38.328 Wörter
SPD: 457 Pressemitteilungen, 21.015 Wörter

2. Wortwolken

semtracks hat mit einem statistischen Verfahren die Nomen berechnet, die von der jeweiligen Partei im Vergleich zu den anderen Parteien signifikanz häufiger verwendet werden. Die folgende Tabelle zeigt die typischen Nomen der “Linken”, der SPD und der Grünen:

SPD

Abrüstung Amt Arbeit Arbeitnehmer Arbeitnehmerin Arbeitnehmerrecht Arbeitsbedingung Arbeitsgemeinschaft Arbeitskreis Aufgabe Ausstellung Beschäftigte Betriebsrat Bildung Bundesaußenminister Bundesfinanzminister Bundeskanzler Bundesminister Bundespräsidentin Bundestagsabgeordnete Bundestagswahl Bundesvorsitzende Bürgermeister Diskriminierung Entwicklung Ethik Europaabgeordnete Europawahl Europawahlkampf Finanzkrise Finanzmarkt Forschung Fortschritt Fraktion Fraktionsvorsitzende Frau Gesellschaft Gleichstellung Globalisierung Jahrhundert Kampagne Kandidatin Kanzlerkandidat Kommission Konferenz Konsequenz Kundgebung Landesparteitag Landesvorsitzende Landtagsabgeordnete Landtagskandidat Lehrer Liebe Lohn Markt Mitbestimmung Partei Parteivorsitzende Parteivorstand Rede Regierungsprogramm Religion Religionsunterricht Rüstungskontrolle Sozialdemokrat Sozialdemokratin SPD-Bundestagsabgeordnete SPD-Bundestagsfraktion SPD-Europaabgeordnete SPD-Europakandidat SPD-Europakandidatin SPD-Generalsekretär SPD-Kanzlerkandidat SPD-Landesvorsitzende SPD-Landtagsabgeordnete SPD-Ortsverein SPD-Parteivorsitzende SPD-Parteivorstand SPD-Präsidium SPD-Spitzenkandidat SPD-Unterbezirk Spitzenkandidat Überzeugung Verständigung Verständnis Vertreter Waffe Wandel Werk Wirtschaftskrise

Bündnis 90/Die Grünen

Ablehnung Abrüstung Abschaffung Aktion Althaus Angriff Angst Ankündigung Anspruch Antisemitismus Arbeitsmarkt Art Atomausstieg Atomkraft Atomkraftwerk Atomlobby Aufklärung Aufnahme Aufsichtsrat Auge Ausbau Ausdruck Auseinandersetzung Äußerung Bahn Bau Beispiel Beitrag Beteiligung Bevölkerung Bleiberecht Bleiberechtsregelung Blockade Branche Bundeskanzlerin Bundesrat Bundesregierung Bundestag Bundestagsfraktion Bundesverfassungsgericht Bundeswehr Bürger Bürgerin Bürgerrecht Chance CO2-Ausstoß Datenschutz Debatte Demokratisierung Demonstration Dialog Diskriminierung Diskussion Druck Ehe Einhaltung Einsatz Eltern Emissionshandel Energie Energieeffizienz Energiepolitik Entscheidung Entwurf Erwartung EU-Kommission Euro Familie Fehler Finanzierung Fingerabdruck Flüchtling Forderung Förderung Frage Frau Freiheit Fremdenfeindlichkeit Führung Gefahr Gegenteil Gemeinschaft Gentechnik Gericht Gesetz Gesetzentwurf Gesicht Gewalt Glaubwürdigkeit Gleichstellung Handeln Heiligendamm Herr Hoffnung Industrieland Information Innenminister Instrument Integrationspolitik Internet Journalist Justiz Kabinett Kampagne Kampf Kanzlerin Kind Kinderbetreuung Klima Klimapolitik Klimaschutz Klimawandel Koalition Kohlekraftwerk Konflikt Kritik Kultusminister Land Landesregierung Landesvorsitzende Lobbyist Mehrheit Menschenrecht Migrant Migrantin Militär Million Minderheit Minister Ministerin Ministerpräsident Modernisierung Neubau Niederlage Online-Durchsuchung Opfer Partnerschaft Pflicht Plan Politiker Polizist Präsident Problem Projekt Protest Prozent Rassismus Realität Rechtsextremismen Rechtsstaat Rechtsstaatlichkeit Reform Reformprozeß Regelung Regierung Region Religion Richter Richtlinie Richtung Risiko Rolle Sache Schaden Schritt Schutz Signal Situation Skandal Soldat Speicherung Spiel Standard Straftat Strategie Tempolimit Terrorismus Tod Transparenz Überwachung Überwachungsstaat Umweltminister Urteil Verantwortliche Verbraucher Verbraucherin Verfahren Verfassung Verfolgung Vergangenheit Vergleich Versagen Versöhnung Versprechen Vorratsdatenspeicherung Vorschlag Vorstoß Weg Zahl Zeichen Zeitalter Zivilgesellschaft Zweifel


Auffallend ist, dass die SPD in ihren Pressemitteilungen hauptsächlich mit der Organisation ihres Wahlkampfes beschäftigt zu sein scheint. Es handelt sich um Einladungen zu Veranstaltungen mit Spitzenkandidaten oder Landtagskandidaten im Rahmen der Bundestagswahl. Es gibt Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise, Ausstellungen und es gibt natürlich den Kanzlerkandidaten, der Reden im Rahmen der Kampagne hält.

Daneben werden wenige politische Themen angesprochen, darunter die Finanzkrise und der Finanzmarkt, der Arbeitsmarkt und die Europawahl. Stellungnahmen zu politischen Inhalten finden sich aber offensichtlich kaum in den Pressemitteilungen.

Anders ist das bei den anderen zwei Parteien, der Linken und der Grünen. Die deutlichen Differenzen und Parallelen in den thematischen Schwerpunkten lassen sich anhand der folgenden Tabelle erfassen:

SPD

Arbeit:

Arbeit Arbeitnehmer Arbeitnehmerin Arbeitnehmerrecht Arbeitsbedingung Beschäftigte Betriebsrat Lohn Mitbestimmung

Ausland:

Abrüstung Rüstungskontrolle Waffe

Bildung:

Bildung Forschung Lehrer Religion Religionsunterricht

Europa:

Europawahl Europawahlkampf

Gleichstellung:

Diskriminierung Ethik Gleichstellung

Regierung:

Landesparteitag Partei Regierungsprogramm

Wirtschaft:

Finanzkrise Finanzmarkt Globalisierung Markt Werk Wirtschaftskrise

Bündnis 90/Die Grünen

Ausland:

Abrüstung Bundeswehr Militär Soldat Terrorismus

Familie:

Ehe Eltern Familie Kinderbetreuung Partnerschaft

Inland:

Antisemitismus Ausbau Bahn Bau Bleiberecht Bleiberechtsregelung Bundesverfassungsgericht Bürgerrecht Datenschutz Demokratisierung Fingerabdruck Diskriminierung Gesetz Gesetzentwurf Gewalt Gleichstellung Heiligendamm Justiz Minderheit Polizist Rechtsextremismen Rechtsstaat Rechtsstaatlichkeit Reform Reformprozeß Richter Tempolimit

Migration:

Flüchtling Fremdenfeindlichkeit Integrationspolitik Migrant Migrantin Rassismus

Online-Durchsuchung:

Internet Online-Durchsuchung Speicherung Überwachung Überwachungsstaat Vorratsdatenspeicherung

Regierung:

Bundeskanzlerin Bundesrat Bundesregierung Bundestag EU-Kommission Landesregierung Landesvorsitzende

Umwelt:

Atomausstieg Atomkraft Atomkraftwerk Atomlobby CO2-Ausstoß Emissionshandel Energie Energieeffizienz Energiepolitik Gentechnik Klima Klimapolitik Klimaschutz Klimawandel Kohlekraftwerk

Wirtschaft:

Althaus Arbeitsmarkt Euro Finanzierung

Anderes:

Angst Religion Schutz Zivilgesellschaft


Die Linke thematisiert im Kontext von Arbeit die Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosen und die notwendige Arbeitsmarktpolitik, Möglichkeiten der Grundsicherung, Gefahren des Lohndumpings und die Rentenversicherung.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Bildungsthemen wenn es um das Bildungs- und Schulsystem geht, die Problematisierung der Studiengebühr und die Situation der Lehrerinnen und Lehrer.

Auch die Wirtschaftskrise ist Thema, Konzerne, Unternehmen und Banken spielen dabei wichtige Rollen, wie auch das Konjunkturprogramm.

Bei den Grünen sind nicht überraschend Umweltthemen dominant: Die Atomkraft und die gefürchtete Renaissance der Atomkrafwerke, die von der Atomlobby als Mittel gegen den erhöhten CO2-Ausstoß vorgeschlagen werden. Energie ist also ein zentrales Problem, wobei die Partei sich für Energieeffizienz ausspricht, Eckpunkt der Energie- und Klimapolitik.

Typische Themen der Inlandspolitik finden sich jedoch auch wieder: Rechtsextremismus und Antisemitismus, Gewalt, Bürgerrechte und der G-8-Gipfel in Heiligendamm. Wie auch die Linke, erwähnen auch die Grünen Migrationsthemen: Intergrationspolitik, Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten.

3. Kollokationen

Ein zentraler Begriff bei den Grünen ist Klimaschutz. Das folgende Diagramm der Kollokationen zeigt, mit welchen anderen Themen Klimaschutz in Verbindung gebracht wird:

Klimaschutz ist einerseits in nationales Thema der Politik Deutschlands: Die Grünen fordern eine grüne Politik, in die auch die Wirtschaft eingebunden werden soll, spricht aber auch direkt die Bundesregierung an und fordert eine Energiepolitik. Das Land soll eine Vorreiterrolle einnehmen und Verantwortung für die Zukunft wahrnehmen.

Andererseits ist Klimaschutz aber auch ein internationales Problem, so auch auf Ebene der EU (europäisch, EU-Kommission).

Interessant ist die zentrale Funktion von neu im Zusammenhang mit Klimaschutz. Die Grünen bekämpfen neue Forderungen nach Atomkraftwerken (konsequent wird der Terminus Kernkraftwerk vermieden) und warnen vor neuen Gefahren. Neben den Atomkraftwerken sind auch Kohlekraftwerke im Visier der Kritik.

Bei der Linkspartei stellt Gerechtigkeit ein wichtiger Begriff dar:

Die Grafik der Kollokationen zu Gerechtigkeit zeigt zwei wichtige Aspekte in der Verwendung: Erstens wird unter Gerechtigkeit soziale Gerechtigkeit verstanden. Die Partei kämpft gegen soziale Ungerechtigkeit, die Grundsicherung und verknüpft soziale Gerechtigkeit mit Arbeit. Sozial Benachteiligten muss geholfen werden, damit ihnen nicht die Ausgrenzung aus der Gesellschaft droht.

Auf dem Gebiet der sozialen Gerechtigkeit ist die sozialdemokratische Partei Konkurrentin zur Linken. Deshalb taucht die SPD auch im Kontext von sozialer Gerechtigkeit auf.

Zweitens wird Gerechtigkeit aber auch weiter gefasst und vor allem mit Werten wie Frieden und Menschenrecht, sowie Demokratie und Sozialismus in Verbindung gebracht. Im außenpolitischen Kontext steht Gerechtigkeit im Kontext des Wiederaufbaus von Afghanistan.

4. Sprachliche Muster

A) Die Linke

Argumentative Opposition

Die Linke stellt als Oppositionspartei in ihrer öffentlichen Diskussion prononciert ihre Sicht der Dinge dar. Dazu finden sich in den Pressemitteilungen der Partei auffällig häufig Formulierungen, die auf eine Mehrheit der Bevölkerung/Deutschen u. ä. verweisen:

Willen der Mehrheit der Bürgerinnen
Bedürfnissen der Mehrheit der Menschen
Entlastung der Mehrheit der Bevölkerung
Interesse der Mehrheit der Bürgerinnen
Interessen der Mehrheit der Bürgerinnen
Willen der Mehrheit der Deutschen
Interessen der Mehrheit der Menschen
Kosten der Mehrheit der Bevölkerung
Willen der Mehrheit der Bevölkerung

Die Partei behauptet also nicht (nur), die Interessen von Minderheiten zu vertreten, sondern versucht ihre Politik als Antwort auf die Bedürfnisse der großen Masse darzustellen, die von den regierenden Parteien angeblich nicht erfüllt werden. Ebenfalls auf die Masse referiert wird, wenn eine negative Entwicklung suggeriert wird:

immer mehr Menschen
immer mehr Kinder
so viele Menschen
so viele Migrantinnen

Auffällig sind zudem Formulierungsmuster, die Zahlen enthalten und Teil von Argumentationsmustern sind, die weniger auf idiologische Begründungen referieren, sondern die erschlagenden Fakten auf den Tisch legen sollen:

mehr als 8 Euro
weniger als 800 Euro
mehr als 2,5 Millionen
mehr als acht Euro
mehr als zehn Jahren
Mehr als 1,35 Millionen
Mehr als 1000 Streiks
Mehr als 130 Frauen
Mehr als 3,6 Millionen
Mehr als 3000 Menschen

auf 2,5 Millionen gestiegen
auf 2,8 Prozent gesenkt
auf 4.500 Soldaten angehoben
auf 42 Prozent gesenkt
auf 435 Euro angehoben
auf 67 Jahre erhöht

alleine 80 Milliarden Euro
mindestens 4 Milliarden Euro
rund 1,4 Milliarden Euro
Etwa 1,7 Millionen Kinder
Mindestens 80 Milliarden Euro

Auf Grundlage dieser Fakten werden dann die Forderungen formuliert, die zwar auch tatsächlich häufig das Verb fordern enthalten, oft aber auch Verben wie sich bekennen, sich einsetzen für, unterstützen als natürlich auch ablehnen:

DIE LINKE fordert daher die
DIE LINKE begrüßt dagegen die
DIE LINKE fordert daher einen
DIE LINKE fordert darum eine
DIE LINKE fordert deshalb eine
DIE LINKE unterstützt daher die

Auffallend sind die Nennung von radikalen Forderungen, sichtbar an Adjektiven wie sofortig, radikal, einzig und grundsätzlich:

DIE LINKE fordert die sofortige
DIE LINKE fordert eine radikale
DIE LINKE fordert einen gesetzlichen
DIE LINKE nimmt die kommunalpolitischen
DIE LINKE bleibt die einzige
DIE LINKE fordert den sofortigen
DIE LINKE fordert die deutsche
DIE LINKE fordert ein grundsätzliches
DIE LINKE fordert ein transparentes
DIE LINKE fordert ein wirkungsvolles

Die häufige Nennung des Parteinamens, die fordert, wird teilweise auch durch Personalpronomen wie wir fordern… oder ich fordere… ersetzt. Typisch ist zudem, dass Parteimitglieder zitiert werden, die etwas erklären, fordern oder sagen:

erklärt das Mitglied des Parteivorstandes
erklärt der Bundesgeschäftsführer der Partei
erklärt der Vorsitzende der Partei
sagt das Mitglied des Parteivorstandes
erklärt das Mitglied des Parteivorstands
erklärt der Föderalismusbeauftragte des Parteivorstandes
fordert das Mitglied des Parteivorstandes

Die Inhalte der Forderungen treten oft in Form von Präpositionalphrasen in Serie auf:

für eine Welt ohne Atomwaffen
für den Schutz von Leiharbeitern
für ein Zentrum gegen Vertreibungen
gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm
in den Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose
gegen die Verlängerung des Afghanistaneinsatzes
für den Rückzug der Bundeswehr
für die Leistungen der Sozialversicherungen
für eine Beendigung des Militäreinsatzes
gegen eine Privatisierung der Bahn

Argumentieren ist immer auch damit verbunden, Stellung zu Vorgängen zu nehmen und diese im Sinne der Partei zu werten und darzustellen. Diese Vorgänge sind einerseits das Handeln der politischen Gegner, als auch der eigenen Partei. Die Linke verwendet dafür besonders oft Bewertungsmuster der folgenden Art:

ist eine schallende Ohrfeige für
ist eine wichtige Voraussetzung für
wäre ein erster Schritt für
ist ein weiterer Schritt
ist die konkrete Verantwortung für
ist ein eindeutiges Plädoyer für
ist ein großer Erfolg für
ist ein kompromissloser Einsatz für
ist ein wichtiges Signal
ist ein gesellschaftlicher Skandal
ist ein eindeutiger Angriff
ist ein grundlegendes Menschenrecht
ist ein durchsichtiges Wahlkampfmanöver

Im Zusammenhang mit solchen Bewertungsmustern treten dann auch oft Formulierungen der Art es kann/darf nicht sein auf, mit denen die Grundlage für die Darstellung der eigenen Position eingeleitet wird.

Rhetorische Eigenheiten

Aufzählungen sind ein häufiges rhetorisches Mittel, wobei die aufgezählten Elemente nur teilweise eine semantische Differenzierung enthalten, oft aber eher aus stilistischen Gründen aneinandergereiht werden. Ebenfalls häufig gehen Aufzählungen mit und auf geschlechtergerechten Sprachgebrauch zurück.

Die Linke verwendet oft folgende Aufzählungsmuster:

die Bürgerinnen und Bürger.
den Rassisten und Faschisten.
den Banken und Unternehmen.
den Lehrerinnen und Lehrern.
den Sonderboni und Optionen.
den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern.
der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
der Arbeitzeiten und Arbeitsbedingungen.
der Bäuerinnen und Bauern.

das aktive und passive Wahlrecht
Die aktive und passive Teilnahme
Die deutsche und Europäische Linke
Die erste und schwerste Hürde
Die plötzliche und alarmistische Entdeckung
Ein sofortiger und grundlegender Politikwechsel
Eine demokratische und zukunftsfähige Schule
Eine unabhängige und sachliche Berichterstattung
das letzte noch verbliebene Referendum
das politische und sicherheitspolitische Handeln
sondern gegenseitige Achtung und Zusammenarbeit
sowohl langfristige Visionen und Ziele
und demokratische Transformation sowie Alternativen

Audio und E-Mail-Überwachung von Beschäftigten
Beobachtung und Erfassung von Mitgliedern
Abschottung und Ausgrenzung von Flüchtlingen
Armut und Ausgrenzung von Kindern
Beobachtung und Überwachung von Beschäftigten
Beteiligungsrechte und Möglichkeiten von Frauen

Doch auch Reihungen von Adjektiven werden oft verwendet:

flächendeckende, preisgünstige und umweltverträgliche
friedliches, soziales und demokratisches
sozialen, kulturellen und ökologischen
einheitlicher, flächendeckender und gesetzlicher
politischen, sozialen und wirtschaftlichen
sozialen, politischen und wirtschaftlichen
akzeptable, gerechte und dauerhafte
allgemeine, politische und berufliche
ausländerfeindliche, rassistische und rechtsextremistische

Einige dieser Aufzählungsmuster sind typisch für politische Sprache, da sie Schlagworte miteinander vereinigen, die manchmal inhaltsleer sind. Dies zeigt sich darin, dass die aneinandergereihten Einheiten oft semantisch kaum eine Differenzierung enthalten, so z.B. ausländerfeindlich, rassistisch und rechtsextremistisch, Visionen und Ziele, plötzlich und alarmistisch oder Beobachtung und Überwachung. Dieses Phänomen ist jedoch keine Spezialität der Linken, sondern zeigt sich auch bei anderen Parteien.

Zu rhetorischen Eigenheiten der Partei gehört auch die Relativierung von politischen Konzepten oder Begriffen der Gegner. Ein häufiges Mittel, dies zu tun, ist der Gebrauch von Anführungszeichen:

aktuelle “Kompromiss”
angeblichen “Sozialneid”
angeblichen “Verteidigungsbündnisses”
bekannte “Hochschuldenkschrift”
bisherigen “Rettungspaketen”
einseitige “Autonomie-Erklärung”
europäische “Antikrisen-Pakete”
gefassten “Schnellbesohlungskurse”
genannten “Anti-Islamisierungskongress”

nach einem “Bildungs-Soli”
Nach dem “Ölschock”
gegen den “Anti-Islamisierungskongress”
mit dem “Grundgesetz”
mit dem “Taschengeld”
mit einem “Flüchtlingsproblem”

In den Pressemitteilungen der Linken sind die häufigsten durch Anführungszeichen relativierten Begriffe:

“Deutschlandfonds”
“Anti-Islamisierungskongress”
“Aufstocker”
“Bildungs-Soli”
“Briefbeförderer”
“Ermächtigungsgesetz”
“Erziehungscamps”
“Flüchtlingsbekämpfung”
“Job”
“Kombilohn”
“Kompromiß”
“Volksaktie”
“Volkspartei”
“Wirtschaftswunder”

B) Bündnis 90/Die Grünen

Argumentative Opposition

Wie die Linke zeigen sich auch bei den Grünen als Oppositionspartei sprachliche Muster, die typisch für diese Rolle sind.

Wir Grüne fordern
Wir Grüne unterstützen
Wir Deutsche stehen
Wir Grüne begrüßen
Wir Grüne fühlen
Wir Grüne kämpfen
Wir Grüne schlagen
Wir Grüne sehen
Wir Grüne setzen

Auffallend ist die häufige Einleitung wir Grüne, die Gemeinschaftlichkeit und Einigkeit ausdrückt. Während die Linkspartei oft in dritter Person Singular formuliert (Die Linke fordert…), markieren die Grünen mit dem Personalpronomen wir (und auch uns) eine kompakte und einige Gruppierung mit einem starken Wir-Gefühl.

Zudem scheint dieses Wir nicht nur gruppenkonstituierend zu sein, sondern schließt das ganze Land oder gar mehrere Nationen mit ein, spricht also alle Bürgerinnen und Bürger an. Dies zeigt sich in häufigen wir brauchen…-Formulierungen, bei denen sich das wir nicht auf die Partei bezieht, sondern auf die nationale und internationale Politik und die breite Bevölkerung:

Wir brauchen ein breites Bündnis
Wir brauchen ein politisches Bündnis
Wir brauchen eine europäische Politik
Wir brauchen eine moderne Migrationspolitik
Wir brauchen eine starke Bürgerbewegung
Wir brauchen eine verbesserte Infrastruktur
Wir brauchen eine verbindliche Festlegung
Wir brauchen eine vollständige Ächtung
Wir brauchen einen neuen Aufbruch
Wir brauchen einen neuen Vorstoß

Auch in anderen syntaktischen Konstruktionen spielt das wir eine wichtige Rolle:

brauchen wir ein flächendeckendes
brauchen wir ein würdiges
brauchen wir eine besonnene
brauchen wir eine moderne
brauchen wir eine nüchterne
brauchen wir eine seriöse
brauchen wir eine stärkere
brauchen wir einen entschiedenen
brauchen wir einen grünen

Außerdem brauchen wir eine
Besonders begrüßen wir die
Ebenso wissen wir die
Hier brauchen wir ein
Hier braucht es eine
Stattdessen brauchen wir einen
Zudem brauchen wir ein
Zudem brauchen wir eine

Neben wir sind auch uns-Verwendungen frequent, die die gleiche Funktion des Einschließens erfüllen:

Einheit erinnert uns
Einheit mahnt uns
Einsatz mahnt uns
Folgen erfüllen uns
Grüne fühlen uns
Grüne sehen uns
Grüne setzen uns
Konferenz erhält uns
Nationalsozialismus mahnt uns
Naturgesetz garantiert uns

Wen das wir jeweils einschließt, kann mitunter auch vage bleiben; rhetorisch wichtig ist, dass diese Vagheit gleichzeitig Offenheit bedeutet, so dass sich möglichst breite Wählerschichten angesprochen fühlen können.

Neben dieser wir-Verwendung sind auch Formeln häufig, die Personengruppen oder Themen in Deutschland nennen:

Menschen in Deutschland
Frauen in Deutschland
Kirche in Deutschland
Aleviten in Deutschland
Atomkraftwerken in Deutschland
Flüchtlinge in Deutschland
Jahrzehnten in Deutschland
Kohlekraftwerke in Deutschland

Trotz dem auffälligen wir-Gebrauch haben auch die Grünen einen politischen Gegner, der benannt und kritisiert wird:

Die Bundesregierung darf sich nicht
Der Bischof muss sich entschuldigen
Der Bund soll sich auf
Die Bundeskanzlerin darf sich nicht
Die Bundesregierung muss sich deshalb
Die Bundesregierung muss sich endlich
Die Bundesregierung sollte sich an
Die Bundesregierung sollte sich daher
Die Bundesrepublik muss sich vielmehr
Die Mitgliedsstaaten müssen sich deshalb

Frau Merkel muss
Minister Jung muss
Agrarminister Seehofer darf
Bundesinnenminister Schäuble sollte
Bundeskanzlerin Merkel wollte
Bürger Europas können
Fall Chodorkowski muss
Frau Merkel darf
Frau Merkel kann
Frau Merkel soll

Zu den Äußerungen von Bundeskanzlerin
Zu den Ankündigungen von Landwirtschaftsminister
Zu den Eckpunkten von Landwirtschaftsminister
Zu den Erklärungen von Verkehrsminister
Zu den Forderungen von Unions-Bildungspolitikern
Zu den Kinderbetreuungsplänen von Frau
Zu den Plänen von Innenminister
Zu den Äußerungen von Bundespräsident
Zu den Äußerungen von CSU-Generelsekretärin
Zu den Äußerungen von EU-Industriekommissar

Das Handeln der politischen Gegner wird kommentiert und deutlich kritisiert:

ist ein Armutszeugnis für
ist ein Signal für
ist ein Danaergeschenk für
ist ein Erfolg für
ist ein Gleichstellungsgesetz für
ist ein Paradebeispiel für
ist ein Warnsignal für

ist ein EU-weiter Abschiebestopp für
ist ein deutliches Signal für
ist ein entscheidender Faktor für
ist ein gute Entscheidung für
ist ein guter Tag für
ist ein gutes Zeugnis für
ist ein schönes Beispiel für
ist ein sichtbares Zeichen für
ist ein trauriger Tag für
ist ein wichtiges Ereignis für

Die Atomankündigung der bürgerlich-konservativen
Die Bodenoffensive der türkischen
Die Debatte der letzten
Die Entscheidung der Europäischen
Die Eröffnung des Jüdischen
Die Forderungen des amerikanischen
Die Haltung der deutschen
Die Hermesbürgschaft der deutschen
Die Reaktion der türkischen
Die Realitätsverweigerung der großen

Häufig werden auch stark negativ konnotierte Adjektive wie erschreckend oder gar monströs verwendet:

Erschreckend ist die
Empörend ist die
Entscheidend war die
Erstaunlich ist die
Monströs ist die

Solche starken Adjektive werden auch als Einführungen zu dass-Sätzen verwendet:

Peinlich, dass Umweltminister
bitter, dass Nazis
deutlich, dass Fach-kräftemangel
deutlich, dass Fremdenfeindlichkeit
erschütternd, dass Neonazis
gerecht, dass Umweltbelastung
klar, dass Computer
ungerecht, dass Energieeffizienz

Rhetorische Eigenheiten

Oben wurde schon auf stark konnotierte Adjektive verwiesen; in der Rhetorik der Grünen spielen Adjektive eine wichtige Rolle. Sie treten oft gehäuft auf, so z.B. als Kombinationen von adverbialen und attributiven Adjektiven, um starke Bewertungen auszudrücken:

extrem belastenden Kohlekraftwerken?
ganz schiefe Ebene.
absolut unerträgliche Weise.
aggressiv nationalistisch-chauvinistischen Stimmung.
dringend notwendigen Emissionssenkung.
einzig richtige Konsequenz.
ganz anderen Trend :
ganz falsche Richtung.
ganz gewöhnlicher Etikettenschwindel.

Aufzählungen kommen bei den Grünen weniger oft vor als bei der Linken; am frequentesten sind einfache Aufzählungen von Adjektiven:

unabhängig, frei und kritisch
bunt, weltoffen und tolerant
frei, unabhängig und pluralistisch
gewalttätig, korrupt und marode
grün, ehrlich und unbestechlich
grün, gelb und rot
handlungsfähiger, transparenter und demokratischer
mehrfach, lautstark und glaubwürdig
sozial, kulturhistorisch und friedenspolitisch
unfrei, unfair und undemokratisch
unterhaltsam, glaubwürdig und attraktiv
zukunftsfeindlich, unsozial und unpatriotisch

Ebenfalls häufig sind Aufzählungen von Nomen:

Flucht, Vertreibung und Versöhnung
Pleiten, Pech und Pannen
Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit
Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus
Abgeordnetenbüros, Arztpraxen und Redaktionsräume
Aids, Tuberkulose und Malaria
Arroganz, Intrigen und einem politischen Zickzackkurs
Atom, Krebs und Kindern
Ausweitung, Effektivierung und Koordinierung
Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und des friedlichen Zusammenlebens
Bauvorhaben, Geldverschwendung und Raubbau
Begrenzung, Kontrolle und schärfere Verfolgung
Beruf, Familie und die Pflege
Berufsverboten, Muslimtests und Bleiberecht
Bildung, Energie oder innere Sicherheit
Bildung, Kreativität und soziale Gerechtigkeit
Bio-Bauern, Verbraucherschützern und Kirchenkreisen
Bundesinnenminister, Bundesverfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst
Bundesregierung, Bundesanwaltschaft und Polizei
Bürgerrechten, Rechtsstaatlichkeit und modernem Umweltschutz
Christen, Atheisten oder Moslems
Datenschutz, Datenabbau und Datensparsamkeit
Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaat
Demokratie, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit
Demokratisierung, Rechtsstaatlichkeit und die Versöhnung
E.ON, Vattenfall und EnBW
Ehrenmorde, Zwangsprostitution oder Menschenhandel
Energie, Kinder oder Integration
Energieversorgung, Klimaschutz und der gesetzlich vereinbarte Atomausstieg
Erfahrungen, Vorstellungen und Erwartungen
Fachleute, Fähigkeiten und Finanzen
Familien, Kinder und vor allem Frauen
Fettsäuren, Zucker und Salz
Forschung, Bildung und Kinderbetreuung
Freiheit, Pluralismus und Toleranz
Freiwilligkeit, Transparenz und Rückholbarkeit
Frieden, Aussöhnung und die Aufarbeitung
Frieden, Freiheit und Demokratie
Förderung, Liebe und Rahmenbedingungen
Geistliche, Abgeordnete und Verteidiger

Wie bei solchen Aufzählungen typisch, werden auch hier Nomen aneinander gereiht, die oft semantisch nicht differenzierend wirken, sondern einen rhetorischen Zweck haben. Das zeigt sich z.B. auch bei Alliterationen wie Fachleute, Fähigkeiten und Finanzen oder Pleiten, Pech und Pannen. Manchmal sind solche Auszählungen aber auch Abkürzungen für ganze politische Positionen der Grünen, wie z.B. Atom, Krebs und Kinder oder Freiheit, Pluralismus und Toleranz.

Themen

Ein guter Indikator für Themen, die den Parteien wichtig sind, ist die Wendung Kampf gegen…. Die Grünen kämpfen gegen:

Kampf gegen Rechts
Kampf gegen Rechtsextremismus
Kampf gegen Rechtsextremisten
Kampf gegen Rassismus
Kampf gegen den Terrorismus
Kampf gegen Diskriminierung
Kampf gegen Folter
Kampf gegen Jugendgewalt
Kampf gegen Klimawandel
Kampf gegen Steuerhinterziehung
Kampf gegen Terror
Kampf gegen bessere Infrastrukturen
Kampf gegen den Klimawandel
Kampf gegen die Armut
Kampf gegen die Klimaerwärmung

Die Linkspartei im Vergleich nennt weitere Phänomene (hervorgehoben), gegen die sie ankämpft oder deren Bekämpfung, ggf. auch durch den politischen Gegner, sie erwähnt:

Kampf gegen den Terror
Kampf gegen Rechtsextremismus
Kampf gegen den Rechtsextremismus
Kampf gegen Kinderarmut
Kampf gegen Rassismus
Kampf gegen Studiengebühren
Kampf gegen den Klimawandel
Kampf gegen Aids
Kampf gegen Altersarmut
Kampf gegen Kriminalität
Kampf gegen Leiharbeit
Kampf gegen Rechts
Kampf gegen Terrorismus
Kampf gegen Unternehmerwillkür
Kampf gegen den Bundeswehreinsatz
Kampf gegen den Postmindestlohn
Kampf gegen den Terrorismus
Kampf gegen die Agenda 2010
Kampf gegen die Klimaerwärmung
Kampf gegen die Rente
Kampf gegen die Taliban
Kampf gegen Überwachung

Bei beiden Parteien ist Rechtsextremismus ein wichtiges Thema. Schaut man sich typische Wendungen an, die Rechtsextremismus enthalten, sieht man Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Grünen und der Linkspartei in den Vorstellungen darüber, wie Rechtsextremismus zu bekämpfen ist. Die Grünen erwähnen Rechtsextremismus in folgenden Kontexten:

Kampf gegen Rechtsextremismus
Programme gegen Rechtsextremismus
Engagement gegen Rechtsextremismus
Initiativen gegen den Rechtsextremismus
Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus
Eintreten gegen den Rechtsextremismus
Landesprogramm gegen Rechtsextremismus
Maßnahmen gegen Rechtsextremismus
Sumpflandschaft zwischen Rechtsextremismus
Umgang mit Rechtsextremismus
Verhalten gegenüber Rechtsextremismus
Zeichen gegen Rechtsextremismus

Nicht weniger vage klingen die Programme der Linkspartei gegen Rechtsextremismus:

Kampf gegen Rechtsextremismus
Bekämpfung von Rechtsextremismus
Agieren gegen Rechtsextremismus
Debatte um Rechtsextremismus
Projekten gegen Rechtsextremismus
Schuldfrage für wachsenden Rechtsextremismus
Strategien gegen Rechtsextremismus
Taten gegen Rechtsextremismus

Im Kontrast scheinen die Grünen die Maßnahmen gegen Rechtsextremismus eher darin zu sehen, dass in breiten Bevölkerungsschichten der Umgang mit bzw. das Verhalten gegenüber Rechtsextremismus thematisiert wird, dass Zeichen dagegen gesetzt werden. Ein vielleicht insgesamt relativ diffuses Engagement gegen Rechtsextremismus wird gefordert.

Die Linkspartei spricht zwar markig vom Kampf und dem Agieren gegen Rechtsextremismus und spricht von Projekten, Strategien und Taten. Ob dieses Programm konkreter ist, muss jedoch bezweifelt werden.

5. Fazit

Sowohl Linke als auch Grüne haben ihre jeweiligen Themen, mit denen sie sich zu profilieren versuchen. Die rhetorischen Mittel, die dabei eingesetzt werden, unterscheiden sich jedoch. Bei den Grünen ist die Verwendung von negativ konnotierten Adjektiven auffallend und der häufige wir/uns-Gebrauch, der eine gemeinschaftsstiftende Funktion hat und aber vage und offen bleibt, so dass sich möglichst viele Bevölkerungsschichten eingeschlossen fühlen können.

In den Pressemitteilungen der Linken zeigt sich die typische Rhetorik einer Oppositionspartei, die den Spagat wagen muss, einerseits ein politisches Profil zu entwickeln, das sich radikal von den Regierungsparteien unterscheidet, andererseits trotzdem suggeriert, den Wünschen, Hoffnungen und Bedürfnissen einer Mehrheit der Bevölkerung zu entsprechen. Dies geschieht dadurch, indem die Partei sich in bestimmten Themen versucht, besonders deutlich zu profilieren (Arbeit, Wirtschaft) und gleichzeitig die Politik der regierenden Parteien angreift, kommentiert und bewertet.

Etwas weniger ausgeprägt findet sich diese Oppositionsrhetorik auch bei den Grünen: Auch dort ist es wichtig, das Handeln des politischen Gegners zu kommentieren und zu kritisieren. Während die Linke jedoch behauptet, die Interessen einer Mehrheit der Bevölkerung zu vertreten, gehen die Grünen rhetorisch geschickter vor, indem ein wir-Gefühl evoziert wird: Wir sitzen alle im selben Boot.

Keine Kommentare zugelassen.